Von der schlauen Straßenlaterne bis zur Schadstoffe schluckenden Fassade: Berliner Unternehmen tüfteln an Produkten für wachsende Metropolen.

Das Besondere seiner Erfindung erklärt Ramin L. Mokhtari am Beispiel Telefon: „Früher benutzten wir analoge Apparate, heute haben wir Smartphones.“ In etwa so groß ist auch der Unterschied zwischen einer herkömmlichen Straßenlaterne und der multifunktionalen Leuchte, die Mokhtari mit dem Team seiner Firma ICE-Gateway entworfen hat. Leuchtende Alleskönner sollen seine Laternen sein. Dafür will er das Innenleben bestehender Modelle mit einer ausgetüftelten Elektronik ausstatten, während das Äußere unverändert bleibt: „Mit unseren Lampen wollen wir eine vernetzte digitale Infrastruktur aufbauen.“

Zum Einsatz sollen LED-Leuchten kommen, die Energie sparen, und durch die eingebaute Elektronik sehr präzise an- und ausgeschaltet werden können. „So kann jeder Tag genau justiert werden. An Weihnachten könnte man vielleicht etwas mehr leuchten, bei Bedarf aber auch auf bis zu fünf Prozent runterdimmen“, sagt Ramin L. Mokhtari. Insgesamt könne man so pro Lampe bis zu 80 Prozent Energie sparen.

Damit die intelligente Leuchte aber tatsächlich einem Smartphone gleicht, soll sie Zusatzfunktionen bekommen, die einer wachsenden Stadt wie Berlin direkte Vorteile bringen. Ein Beispiel ist die Erfassung des Verkehrsflusses – bisher wird die oft noch von Menschen vorgenommen, die am Straßenrand mit Klemmbrett und Bleistift postiert sind. Da Kameras aus Datenschutzgründen wegfallen, zählt die Wunderlampe Vorbeikommende mit Bluetooth – zumindest die, die mit dem Handy unterwegs sind. Je nach Geschwindigkeit kann der Computer dann errechnen, ob es sich um Fußgänger oder Autofahrer handelt.

Hier geht’s zum kompletten Artikel >